<HTML><HEAD><TITLE>The Flying Squirrel - Racing an MGB</TITLE> </HEAD><BODY TEXT="000000" BGCOLOR="ffffff" LINK="ff0000" VLINK="00ffff" ALINK="00ffff"> <FONT FACE="Verdana, Arial" SIZE="2"> <font SIZE="2">Home:Saison 2004:500km-Rennen im Juni</font> <HR> <center><table> <tr> <td align=center><h1>Saison 2005</h1></td> <td width=100 align=center><IMG SRC="../../../pictures/flying_squirrel.jpg"></td> <td align=center><h1>nahezu perfekter Spa&szlig;</h1></td> </tr></table></center> <hr> <BODY TEXT="000000" BGCOLOR="ffffff" LINK="ff0000" VLINK="00ffff" ALINK="00ffff"> <center><IMG SRC="battle_of_the_b.jpg"> <br><i>Battle of the B's...</i></center> <p>Eingeweihte kennen es: das Team, das als letzte Bastion gegen Zuffenhausen seit Jahren einen einsamen aber heroischen Kampf f&uuml;hrt, f&uuml;r Neulinge der oktogonalen Szene hier noch mal die Hauptakteure: die Schrauber Atze „Magic“ Reinink, Henrik „Kaczmarek“ Verspohl und Andreas „der aus der Stadt stammt, &uuml;ber die man nicht spricht“ Pichler sowie die Fahrer Curt „ich geh noch mal die Strecke durch“ Wagner und meine Wenigkeit das Urh&ouml;rnchen Flying Squirrel Horst. <p> <p>Auch in 2005 nahmen wir den Kampf frohgelaunt, wenn auch sp&auml;t in der Saison, wieder auf. Im weiten Rund des neuen N&uuml;rburgring-Fahrerlager strudelten an einem sonnigen Juni-Donnerstag Nachmittag der Flying Squirrel-Bully, der brandneue Luxemburger MGZT-T von Curt und der hellbeige MGB von Henrik ein. Nur Atze und Andreas mussten ob anderer Termine absagen. Zur Motivationssteigerung parkte unmittelbar neben unserem oktogonalen Fuhrpark der Zuffenhausener Gegner, der direkt versuchte uns mit Bad Schussenrieder Gerstensaft zu bes&auml;nftigen. <p> <p> Campingst&uuml;hle, ein lodernder Grill und etwas Eifelgeist verwoben sich zu der besonderen Atmosph&auml;re, die immer wieder nur der Ring zaubern kann. Bereichert wurde der Abend von den k&ouml;stlichen Ammer&ouml;lchen, die der &auml;ltliche nahezu zahnlose britische Motorjournalist zum Besten gab. Selbst wenn man – durch Erinnerungsl&uuml;cken der letzten 50 Jahre entstanden –zumindestens einen Teil der Geschichten als gute Fiktion betrachten sollte, schienen wir hier auf ein echtes Kleinod der Motorjournallie gesto&szlig;en zu sein. Besonders in der Erinnerung haften geblieben ist die Hochzeit eines l&auml;ngst vergessenen irischen Rennfahrers, auf der sich ein Teil der Hochzeitsgesellschaft noch vor der Messe kurz in den Pub gegen&uuml;ber geschlichen hatte um dann zum Ende der Trauung einen vielstimmigen Jubelchor am Kirchenportal erschallen zu lassen. Sch&ouml;n w&auml;re der Abend f&uuml;r unseren Journalisten ausgeklungen, h&auml;tte nicht seine Ehefrau f&uuml;r ihn am gleichen Abend – ca. 60 Meilen entfernt – in einem Hotel seine eigene Geburtstagsfete organisiert. Gesagt getan – der Bentley Blower wurde mit der Wegfindung beauftragt und h&auml;tte dies auch geschafft, falls nicht heimt&uuml;ckischer Weise in einer kleinen Ortschaft mitten in einer absch&uuml;ssigen Stra&szlig;e ein neuer Kreisverkehr installiert worden w&auml;re. Mit plattem rechten Vorderrad musste nun der RAC aushelfen, was wohl der Geschichte nach kompetent und schnell erledigt wurde! Neue Schl&auml;uche f&uuml;r einen Bentley geh&ouml;ren scheinbar zur Standardausstattung des RAC-Pannenfahrzeugs! Trotz eindringlichster Warnungen des netten RAC-Manns wurde die Reise auf eigene Gefahr fortgesetzt und die Fete ein voller Erfolg. Soweit eine nette Geschichte, auch brilliant in breitem Englisch vorgetragen , aber ist das schon alles – mitnichten – beim sp&auml;ten Fr&uuml;hst&uuml;ck in eben jenem Geburtstagshotel bedankte sich die Wirtin immer wieder &uuml;berschw&auml;nglich f&uuml;r das nette Gastgeschenk, was wiederum unseren Journalisten in arge Verlegenheit brachte, konnte er sich doch in keinster Weise an irgendein Geschenk oder Mitbringsel erinnern. Das Fr&uuml;hst&uuml;cksbuffet brachte dann die Aufl&ouml;sung – ein &uuml;berdimensionales eisernes Baustellenwarnschild prangte vor dem Buffet. Trockener Kommentar unseres Erz&auml;hlers:“ N&uuml;chtern h&auml;tte ich das Ding keinen Millimeter bewegen k&ouml;nnen und in ein anderes Auto als einen offenen Blower h&auml;tte das Monster eh nie reingepasst!“ <p> <p>Nichts ist f&uuml;r die Ewigkeit und so verzog sich am Samstag p&uuml;nktlich zum „kurzen“ Langstreckenrennen (nur 3 Stunden 15 Minuten) die Sonne und dunkle Regenwolken dr&auml;uten am Eifelhimmel. Ideal f&uuml;r unseren kleinen MG, wenn es richtig nass werden w&uuml;rde h&auml;tten wir eine Chance mit den Big Bangern mithalten zu k&ouml;nnen. Kontinuierlich schob sich, bei einsetzendem Regen ein begnadet fahrender Curt „ich geh noch mal die Strecke durch“ Wagner auf dem Scoreboard nach oben. Der neue Motor summte zufrieden sein Lied und der mausgraue MGB unserer D&uuml;sseldorfer Freunde blieb permanent in Sichtweite. Nach anderthalb Stunden wechselten wir die Positionen, ich nahm den Fahrer- und Curt den Boxenmauerschauplatz ein und schon brummte die meerjungfrauenblaue Badewanne wieder fr&ouml;hlich der Grand Prix Strecke entgegen. Etliche Porsche waren mittlerweile hinter uns und neben dem Habermann B auch noch zwei 911er in Schlagweite vor uns, es war angerichtet f&uuml;r interessante 90 Minuten. Der Wettergott machte einen Teilstrich durch die Rechnung, da sintflutartige Kurzschauer den Hatzenbachbogen, sehr zum Leidwesen eines TVR-Fahrers, unter Wasser gesetzt hatten. Der arme TVR flog so heftig ab, das er kurz darauf lichterloh in Flammen aufging. Dem Fahrer ist nichts passiert, sieht man einmal von dem riesigen ideelen und finanziellen Verlust ab, uns brachte das Fiasko eine rundenlange Schleichfahrt hinter dem Pacecar ein, auch keine ungef&auml;hrliche Sache, wie man an der Voll-Not-Bremsung des grauen Bs sehen konnte. Die Konzentration l&auml;sst einfach nach und so &uuml;bersieht man schon mal, dass ein Tr&ouml;dler vor einem zur Reaktivierung seiner Bremsen voll in die selben tritt. Aber, au&szlig;er Adrenalinsto&szlig; alles noch mal gut gegangen und so konnte ich Runde f&uuml;r Runde an meiner Taktik feilen. Der Habermann B war so ebenb&uuml;rtig, dass beim Rennen kein „Vorbei“ m&ouml;glich schien, also musste ich auf einen Fehler hoffen oder &uuml;berraschend zuschlagen. Ich entschied mich f&uuml;r das Zweite. Mittlerweile hatte die Feuerwehr die TVR-Leiche gel&ouml;scht und ich rechnete in der n&auml;chsten Runde mit der Freigabe des Rennens. Langsam lies ich mich immer weiter hinter den mausgrauen B zur&uuml;ckfallen und lag in der Senke des Hatzenbachbogens schon gut 300 Meter zur&uuml;ck, genug Platz also um „die Pinne voll durch zu dr&uuml;cken“ und Gas aufzumachen, mit gutem Speed schoss ich durch das Veedol-Z um auch noch die Coca-Cola Kurve mit Renntempo nehmen zu k&ouml;nnen. Am Kurvenausgang geschah dann das Erhoffte gleichzeitig, die Ampeln standen auf Gr&uuml;n, das Rennen war also wieder freigegeben und der Habermann B wurde mit reichlich Überschussgeschwindigkeit &uuml;berholt. Ein sch&ouml;ner Tag... und auch wundersch&ouml;n bildlich festgehalten in der Motor-Klassik. F&uuml;r die restlichen zwei Runden bis zur Zielflagge musste ich mich dann hin und wieder etwas breit machen, den 22. Gesamtplatz konnte uns aber keiner mehr streitig machen, was dann auch noch geb&uuml;hrend im Lindenhof gefeiert wurde – an dieser Stelle sei der immer mit stoischer Ruhe agierenden Renate – der Lindenwirtin – Dank gesagt!

<center><IMG SRC="boxenstop_scheibenwaesche.jpg"> <br><i>Ist das Fahrzeug perfekt vorbereitet, stehen die Fahrer Schlange...(Archivbild)</i></center> <p> <p>Am n&auml;chsten Morgen standen die obligatorischen 2 Stunden Nordschleife an. F&uuml;r diejenigen, die es noch nie mitgemacht haben, seien sie w&auml;rmstens ans Herz gelegt. Die Triumph IG mietet exclusiv die Nordschleife und f&uuml;r einen kleinen Obulus kann sie jeder gefahrlos mit seinem stra&szlig;enzugelassenen Briten befahren, oder – oder halt gegen einen etwas gr&ouml;&szlig;eren Obulus auch auf dem Beifahrersitz der Badewanne, wie jenes Brautpaar, das ein paar Runden bei mir gebucht hatte. Ehrlich gesagt war ich froh, dass es eine geschlossenen Rennstrecke ist, denn ich hatte den Umweg vom Lindenhof ins Bett einfach an diesem Morgen gespart und am Abend das eine oder andere stille Wasser genippt. Sei´s drum den G&auml;sten hat auch ein 80% Tempo Spa&szlig; gemacht und als Zugabe hatte ich die beiden noch in das S&uuml;dschleifen Revival mit Vorkriegsfahrzeugen untergebracht. Diese Viertelstunde war auch f&uuml;r mich ein echtes Highlight. Die Reste der alten S&uuml;dschleife in einem seilzuggebremsten Kompressor-MG sind schon eine andere Welt, das Kreischen des Kompressors im Ohr und den Blick starr aus die sich unter der Kraft biegenden filigranen offenen Speichenr&auml;der, das hat schon was! – Aber keine Sorge sollte nicht irgendein G&ouml;nner oder ein unvermuteter Lottogewinn meine Wege kreuzen, dann bleibe ich der Badewanne treu, aber wer wei&szlig;, schlecht st&uuml;nde meerjungfrauenblau auch einem Vorkriegs-MG nicht! <p> <p>Schade, dass nach diesem vielversprechenden Start die Saisontermine f&uuml;r Familien so ung&uuml;nstig lagen, der Histo-Marathon lag mitten in den Sommerschulferien, und gleich 2 Termine, die Eifel-Klassiknachfolgerin und das RGB Saisonfinale in den Herbstferien. Um den neuen Elan nicht sofort wieder erschlaffen zu lassen entschieden wir uns die ansonsten wegen des extrem hohen Nenngelds aus unserem pers&ouml;nlichen Kalender stets gestrichenen 6 Stunden von Spa zu fahren! Ende September stand die Badewanne festgezurrt und abholbereit auf dem H&auml;nger im heimatlichen Vaals. Da mein Arbeitgeber mich donnerstags doch noch gerne bei sich gesehen h&auml;tte, holte Curt den fertig beladenen Bully nebst H&auml;nger ab. Ich h&auml;tte ihm noch sagen sollen, dass der Bully ein 5-Gang-Getriebe hat und der erste Gang etwas ungew&ouml;hnlich liegt! Tja aber auch im zweiten Gang hat Curt die Ardennen, wenn auch teilweise fluchend, gemeistert. <p> <p>Spa hat mit seinen zwei ber&uuml;hmten Kurven Eau Rouge und La Source schon einen ganz eigenen Reiz, ein wenig morbid wenn man die leicht verfallende Boxanlage betritt, aber ganz alte Grand Dame des Motorsports. Der Bully mit frischem Reisdorf K&ouml;lsch best&uuml;ckt diente Henrik, Andreas, Curt und mir erneut als Heimstatt, das Luxemburger Gro&szlig;zelt nebenan wurde gern als Wohnzimmerersatz genutzt. Unsere Schrauber hatten nichts zu tun und so widmeten sie sich mit Leidenschaft dem Boxenmitbewohner einem waidwunden Sebring Sprite des ADAC Classic Teams. Schnell wurde der Motor zwecks Kupplungstausch aus- und wieder eingebaut und so einem Konkurrenten wieder auf die Piste geholfen, w&auml;hrend die Fahrer – einschlie&szlig;lich des Spritetreters – gem&uuml;tlich im Campingstuhl dem Treiben zuschauten. <p> <p>Das Rennen selbst wurde leider von 2 l&auml;ngeren Gelbphasen &uuml;berschattet, ein &uuml;bermotivierter Mustangfahrer schaffte es dann sogar noch w&auml;hrend der Gelbphase zwei Totalsch&auml;den zu fabrizieren indem er mit riesiger Überschussgeschwindigkeit einen vorschriftsm&auml;&szlig;ig aus der Boxengasse kommenden Konkurrenten wie eine Kanonenkugel traf, Gottseidank auch hier ohne ernsthaften Personensch&auml;den. Diese bodenlose Unvernunft brachte dem Rest des Feldes eine 45 min&uuml;tige Pause ein. Ansonsten sind die 6 Stunden absolut spektakul&auml;r, selbst als Zuschauer bekommt man G&auml;nsehaut, an der Boxenmauer lehnend konnte ich mir kaum vorstellen gleich selbst hier aus dem dunkeln Nichts auftauchend br&uuml;llend mit H&ouml;chstgeschwindigkeit wieder ins Schwarz der Nacht zu verschwinden. Eine Viertelstunde sp&auml;ter war ich eines besseren belehrt, es geht und es wird nach anf&auml;nglicher Skepsis zum Rausch. Hatte ich mich beim ersten Stint noch unwohl gef&uuml;hlt und die Pacecar-Phase zum unplanm&auml;&szlig;igen Wechsel genutzt, lief es beim zweiten Stint perfekt, wenn auch zum Schluss die Angst vorm Versiegen unserem knapp bemessenen Spritvorrat gr&ouml;&szlig;er wurde. Aber die Jungs hatten hervorragend taktiert und mit gut einem Liter Restsprit sah die Badewanne kurz nach Mitternacht die Ziellinie! Hey – Feten die um Mitternacht beginnen sind oft die Besten. <p> <p>Ein 18. Gesamtplatz war Lohn der Nacht und gab in der Nacht den Ausschlag die all zu kurze Saison um ein letztes Highlight zu verl&auml;ngern – wir beschlossen beim letzten Rennen in Most / Tschechei dabei zu sein, aber das ist eine Geschichte f&uuml;rs n&auml;chste Mal. <p> <p>F&uuml;r alle die Flying Squirrel auch in 2006 unterst&uuml;tzen m&ouml;chten – schaut rein in <a href=http://www.mgcars.de/squirrel target=_blank>www.mgcars.de/squirrel</a> und bestellt massenhaft <a href=http://www.mgcars.de/squirrel/events/regalia/regalia.html target=_blank>himmelblaue Teamware</a>! Jeder im Teamshirt bekommt garantiert kostenlosen Kaffee im Squirrel Bus – na wenn das kein Angebot ist. F&uuml;r ganz Wagemutige – der Hauptsponsor 2006 wird auch noch gesucht – Fragen kostet ja nichts, so teuer ist´s gar nicht und f&uuml;rs Geld wird viel Spa&szlig; garantiert! <p> <p>Bis dahin auf ein hoffentlich erfolgreicheres Rennjahr 2006 <p> <p>Tot Ziens Flying Squirrel <p>Horst <hr> <center> <FONT SIZE="2"> <p> <P>Pictures courtesy of Andreas Pichler, Henrik Verspohl, Curt Wagner and Flying Squirrel.<p> </center> </font> </body> </html>