þÿ <HTML><HEAD><TITLE>The Flying Squirrel - Racing an MGB</TITLE> </HEAD><BODY TEXT="000000" BGCOLOR="ffffff" LINK="ff0000" VLINK="00ffff" ALINK="00ffff"> <FONT FACE="Verdana, Arial" SIZE="2"> <font SIZE="2">Home:Saison 2005:Most</font> <HR> <center><table> <tr> <td align=center><h1>Kleine Portion</h1></td> <td width=100 align=center><IMG SRC="../../../pictures/flying_squirrel.jpg"></td> <td align=center><h1>halb Schwanzst&uuml;ck</h1></td> </tr></table> <p>Oder: ein Herbstwochenende in der Tschechei </center> <hr> <BODY TEXT="000000" BGCOLOR="ffffff" LINK="ff0000" VLINK="00ffff" ALINK="00ffff"> <center><IMG SRC="most2005_020.jpg"> <br><i>Most...ein klein wenig wie an einer bestimmten Stelle in der Eifel, Anfang der 50er...</i></center> <p>Nach einer langen Nacht in Spa bei den 6 Stunden stand es eigentlich fest: Ja wir fahren zum Saisonabschluss nach Most!  Soweit so gut, aber noch wusste die holde Weiblichkeit nichts von diesem kurzfristigen Beschluss. Curts werte Gattin nahm es gelassen, im Flying Squirrel-Team kam schon der Verdacht auf, dass Curt erst k&uuml;rzlich hohe Lebensversicherungen zu Ihren Gunsten abgeschlossen haben m&uuml;sste. Die beste Ehefrau von allen gab zu Bedenken, dass an eben jenem Tschechei-Rennwochenende ein unbedeutender Club aus M&uuml;nchen im heimischen M&uuml;ngersdorf gastiere und sie dann halt meine 1.FC K&ouml;ln Dauerkarte kostenlos an Ihren alten WG-Mitbewohner weitergeben m&uuml;sse! War da schon ein warnender Unterton h&ouml;rbar? Den schwierigsten Brocken hatte aber unser Edelschrauber Henrik zu knacken, seine feurig-spanische Edeldame Carmen stellte eine minuti&ouml;se Forderungsliste als Absolutbedingung auf, u.a. musste der Schul- und Freizeittransport des Sohnemanns organisiert werden und die Dienste des eigenen K&ouml;ln-/Bonner-Hausmeisterservices f&uuml;r eventuelle Notf&auml;lle in profunde H&auml;nde gelegt werden, aber es gibt nichts was ein findiger Selbstst&auml;ndiger nicht l&ouml;sen w&uuml;rde, so wurde auch dieser Hausfrieden gerettet. Ich muss hier noch anmerken, dass wir ernsthaft Billig-Fluglinien gecheckt haben um Henrik noch am Freitagabend aus K&ouml;ln nach Dresden einfliegen zu lassen. Am einfachsten war Alex Magic  Reinink unser Chefmechaniker loszueisen, er verlegte kurzerhand seine Geburtstagsfete um eine Woche und sagte spontan sein Kommen zu. <p> <p>Am 27.10.2005, einem fr&uuml;hen Donnerstagmorgen stand dann Curt mit einem Riesenwohnmobil vor meiner Haust&uuml;r, endlich einmal war kein platzsparender Packplan notwendig, gro&szlig;z&uuml;gig konnten zwei Satz Rennreifen, diverse Ersatzteile, ein Kasperletheater, ein Nassstaubsauger und 2 K&auml;sten Reissdorf K&ouml;lsch im Keller  des Wohnmobils untergebracht. Kasperletheater? Ja Kasperletheater, denn endlich war eine hinreichend gro&szlig;e Transportm&ouml;glichkeit gefunden um eben dieses Theater zu meinen geliebten Schwiegereltern nach K&ouml;ln zu bringen um f&uuml;rderhin dort den Nachwuchs meines kleinen Schwagers zu unterhalten. Genau dort  nicht beim Nachwuchs, sondern bei den Schwiegereltern nahmen wir auch unseren Mechaniker Henrik an Bord und die lustige Reise hinter den - ehemaligen - eisernen Vorhang begann. Als rheinl&auml;ndische Urwessis eine Reise in den unbekannten fernen Osten. Die SBZ  ja so haben wir es noch in der Schule gelernt, da gab es die sog. DDR noch nicht in den B&uuml;chern, zeigte sich an Ihrem S&uuml;drand von lieblicher Gestalt und Landschaft, nur das sich links von der A4 auftuende Jena rechtfertigte das Wessi-Plattenbauvorurteil. Der Grenz&uuml;bertritt in die Tschechei war so unspektakul&auml;r, dass sich das Dreierteam im Wohnmobil schon fragte, ob denn hinter dem deutschen Zoll noch ein tschechisches Pendant folgen sollte? Nu, da kam nix mehr, wir hatten sang- und klaglos den Eisernen Vorhang  &uuml;berwunden, lediglich Holzb&uuml;dchen mit allerhand farbenfrohem Tand und tanzende Frauen am Wegesrand (Ja - war denn schon Walpurgisnacht und erk&auml;lten sich die leicht gesch&uuml;rzten Damen in der herbstlichen Abendd&auml;mmerung nicht?) unterschieden sich von der bislang durchfahrenen Landschaft und schon schwerwiegender die v&ouml;llige Abstinenz von Hinweisschildern. Wollte etwa die ehemalige Besatzungsmacht einer drohenden Westinvasion dadurch zuvorkommen, den anr&uuml;ckenden Truppen durch fehlende Ortschilder v&ouml;llig die Orientierung zu nehmen?? Durch t&auml;tige Mithilfe eines tschechischen Lieferwagenfahrers:  Du Rennen? Du Autodrom Most? Du kommen mit!!  wurde aber auch dieses Problem im schwindenden Abendlicht gel&ouml;st und wir standen m&uuml;de aber erwartungsfroh vor der Schranke des Autodroms. Der Schrankw&auml;chter &ouml;ffnete nach seiner durch uns kurz abgenickten Frage: Box?  die rot-wei&szlig; (welch liebliche Farbkombination) gestreifte Schranke und wir waren am Ziel unserer Zeitreise back in die 50er, denn eben dieser Zeitgeist kroch aus jeder unrestaurierter Ecke des schmucken Autodroms. <p><center><IMG SRC="most2005_018.jpg"> <br><i>The early bird catches the worm...der Renn-B funkelt in der Morgensonne.</i></center> <p>An Leib und Seele durch ein reichhaltiges und extrem preiswertes Abendessen gest&auml;rkt (siehe auch hier den Speisekarten-Ausschnitt in deutscher &UUML;bersetzung!) schritten wir mit je einer Flasche Reissdorf und Taschenlampe bewaffnet zur Tat, der n&auml;chtlichen Streckenerstbegehung! Sp&auml;testens aber ab der zweiten Kurve gingen die lautstark ge&auml;u&szlig;erten Meinungen &uuml;ber die zu fahrende Ideallinie weit auseinander, sodass Curt sich noch zu sp&auml;ter Stunde gen&ouml;tigt sah, die Ideallinie mit einem Steh-Skooter eindrucksvoll zu demonstrieren. <p> <p>Der erste Sonnenstrahl des fr&uuml;hen n&auml;chsten Morgens erhellte eine h&ouml;chst unterschiedliche Landschaft. Malerisch thronte, fast N&uuml;rburgring like, eine idyllische Burg &uuml;ber einem gr&uuml;nen Berggipfel, w&auml;hrend zur linken Braunkohlgruben und kraftwerke eine Vorstellung des alten Leitspruchs Vom Sozialismus lernen hei&szlig;t siechen (oder war s siegen?) lernen  gab. Die Box &ouml;ffnete lautstark quietschend ihr immerhin elektrisch bet&auml;tigtest Tor und wir gaben der zuverl&auml;ssigen Badewanne, ihres Zeichens ein meerjungfrauenblauer Renn-MGB, f&uuml;r die n&auml;chsten zwei Tage eine neue Heimstatt. Beim freit&auml;glichen freien Training zeigte sich die Strecke von nahezu MGB idealer Beschaffenheit. Herrlichen 3-Gang Vollgangkurven folgten superbe 2. Gang Bremskurven und absch&uuml;ssige Beschleunigungsgraden. Reifenmordend aber schlichtweg herrlich, so m&uuml;ssen Rennstrecken gebaut werden! <p> <p>Im internen Teamduell lief ich diese Saison die Gefahr, langsam in die Ralf Schuhmacher Rolle abzudriften, Curt gewann nach Spa auch hier mit Trainingsbestzeit, Ansporn genug also im samst&auml;glichen Zeittraining das Ding noch zu drehen! Nach getaner Arbeit blieb noch Zeit, das idyllische Most zu besuchen  im ehrlich zu sein wir haben es nicht gefunden, daf&uuml;r aber ein Obi, einen Lidl, preiswerte K&auml;sten herrlichsten tschechischen Biers (bei 3 Euro pro Kasten Budweiser kann man nicht meckern) und ein sch&ouml;nes und superpreiswertes Restaurant. Sollte sich je irgendjemand hierhin verirren, fragt nach Restaurant Schwejk und bestellt euch Speckkn&ouml;del  einfach ein Gedicht! <p> <p>So gest&auml;rkt setzte ich mit einer um 2 Sekunden! schnelleren neuen Bestzeit im Zeittraining erst mal ein Zeichen, das Curt allerdings bei seiner letzten Runde pulverisierte und mich wieder unterbot! (Vielleicht sollte ich es doch mal mit Golf versuchen? Ach was n&auml;chstes Jahr nehm ich einfach 5 Kilo ab!) Gegen 2 Uhr ging s dann zum Vorstart unseres auf 5 Stunden verk&uuml;rzten Rennens. Direkt nach dem Start formierten sich die Kampfpartner und ich hatte &uuml;ber eine Stunde Spa&szlig; mit dem himmelblauen Sebring Sprite des ADAC-Classic Teams, es geht doch nichts &uuml;ber gleichwertige und faire Gegner im historischen Rennsport, das macht nicht nur den Fahrern sondern auch den Zuschauern Spa&szlig;. Netter Nebeneffekt war eine wiederum um 2 Sekunden verbesserte Rundenzeit kurz bevor ich das Auto auf dem 18. Gesamtplatz liegend an Curt &uuml;bergab. <p> <p>Curt hielt auch in den n&auml;chsten eineinviertel Stunden den kleinen Sprite in Schach, leider aber hatte uns dieser kleine Kobold beim Boxenstopp eine Runde abgenommen! Most besitzt keine Zapfs&auml;ulen in der Boxengasse und so tankten unsere beiden Mechaniker Henrik und Alex gluckernderweise aus altem Blechkanister langsam das teure Nass in den MGB-Renntank. <p><center><IMG SRC="most2005_043.jpg"> <br><i>Team works - die blauen Jungs von der Boxenmauer.</i></center> <p>Beim neuerlichen Fahrerwechsel hatte Curt uns auf den 14. Gesamtrang vorgefahren und meine Bestzeit um 11 hundertstel Sekunden unterboten. Mein zweiter Stint war von landschaftlich sch&ouml;nen Eindr&uuml;cken aber kaum von Verkehr gepr&auml;gt, irgendwie war ich in ein Rennloch gefahren, dass hei&szlig;t die Konkurrenten mussten sich mit &auml;hnlichen Rundenzeiten irgendwo an anderen Punkten der Rennstrecke aufhalten, sodass ich fast einer Stunde keinen anderen Wagen im R&uuml;ckspiegel oder am Horizont erblickte, langweilig und gef&auml;hrlich, da die Konzentration irgendwann nachl&auml;sst! Trotzdem verbesserte ich die kleine Badewanne auf den 11. Gesamtrang  ich frage mich nur wie? Hatte ich die drei beim Boxenstopp &uuml;berholt? <p> <p>Die Antwort bekam ich nach dem letzten Fahrerwechsel in der Boxengasse. Gerade die gro&szlig;en Autos wie die Ford Mustangs mussten der Strecke Tribut zollen und ein ums andere Mal zum Reifenwechsel reinkommen w&auml;hrend unser kleiner B unter Curts kundiger Hand zufrieden um den Kurs schnurrte. Auch die hereinbrechende Nacht konnte Curts Rundenzeiten kaum bremsen und so wurden wir um 19Uhr04 als hervorragender Gesamtzehnter abgewunken. <p> <p>Die anschlie&szlig;ende Siegesfeier dauerte  sangeskr&auml;ftig durch unser Team unterst&uuml;tzt  bis tief in die Nacht, in der auch die schw&auml;bischen Porschetreter fast rheinischen Frohsinn entwickelten, aber wessen Auge bleibt schon trocken wenn Alex den Peugeot Transporter zu k&ouml;lschen T&ouml;nen aus dem Radio als 12-Sitzer um die n&auml;chtlichen Moster Kreisverkehre schmei&szlig;t? <p> <p>Eins war uns allen am Sonntagmorgen beim letzten gemeinsamen 2005er Fr&uuml;hst&uuml;ck im Wohnmobil klar  2006 da simmer wieder dabei beim FHR-Langstreckencup und gerne beehren wir auch Most wieder, die Stadt mit dem leicht morbiden sozialistischem Charme der 50er. <p><center><IMG SRC="most2005_068.jpg"> <br><i>Nach der Saison ist vor der Saison - auf dem Weg ins Winterquartier.</i></center> <p>F&uuml;r alle die Flying Squirrel auch in 2006 unterst&uuml;tzen m&ouml;chten – schaut rein in <a href=http://www.mgcars.de/squirrel target=_blank>www.mgcars.de/squirrel</a> und bestellt massenhaft <a href=http://www.mgcars.de/squirrel/events/regalia/regalia.html target=_blank>himmelblaue Teamware</a>! Jeder im Teamshirt bekommt garantiert kostenlosen Kaffee im Squirrel Bus – na wenn das kein Angebot ist. F&uuml;r ganz Wagemutige – der Hauptsponsor 2006 wird auch noch gesucht – Fragen kostet ja nichts, so teuer ist´s gar nicht und f&uuml;rs Geld wird viel Spa&szlig; garantiert! <p> <p>Bis dahin auf ein hoffentlich erfolgreiches Rennjahr 2006 <p> <p>Tot Ziens Flying Squirrel <p>Horst <hr> <center> <FONT SIZE="2"> <p> <P>Pictures courtesy of Andreas Pichler, Henrik Verspohl, Curt Wagner and Flying Squirrel.<p> </center> </font> </body> </html>