MG Opening |
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1999 Velen |

MG Opening 1999 - Das grosse Gruppenfoto auf der Freitreppe des Schlosses (Foto: Neubauer)
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Nach einer kleinen Landstraßenfahrt (Velen liegt ca. 1 1/4 Stunden nördlich von Düsseldorf, bei Münster) treffen wir Freitagabend ein. Der Parkplatz schon fast voll, trotzdem finden wir doch noch eine Lücke und checken erst mal ein.
Das Schloß Velen - Teile der Anlage stammen aus dem 13. Jahrhundert - dient heute als Seminarhotel mit allen Annehmlichkeiten. Ideale Voraussetzungen also für ein Treffen.
Wenig später ist das Büffet eröffnet und so sitzen wir am Schloßgraben, genießen ein deftiges Abendessen, alles untermalt von einer Jazzkapelle.
Alte Bekannte werden gesichtet - jetzt kann nichts mehr schiefgehen (Bild: Peter H. verdeutlicht Spaltmaße).
Die letzten Teilnehmer treffen kurz nach Mitternacht ein - Horst P. mit glänzenden Augen, zwar ist sein TD bei Moers mit Pleuellagerschaden ausgefallen, dafür fährt er zum erstenmal seit Jahrzehnten ein komplett funktionierendes Auto - einen Golf IV vom ADAC (nach unbestätigten Angaben möchte er das Auto am liebsten behalten "...wegen der Kinder...").
Samstagmorgen: Wecken um 0730, 0800 Frühstück, bald danach können wir auf die Strecke. Noch ist es etwas bedeckt, aber die Sonne soll schon bald herauskommen (Bild: Startvorbereitungen).
Die Teilnehmer sind mit Roadbook und gut bestückten Picknickkörben ausgestattet worden (just im Moment zehrt der Autor noch von der Wurst...) - wenn man sich verfährt, wird man also auf keinen Fall verhungern. Nach Durchblättern des Roadbooks wird in den Teams die Entscheidung getroffen: Touristische Ausfahrt oder auch die vielfältigen Aufgaben ? Pokale locken...
Die Teams waren auf zwei unterschiedliche Routen verteilt, es gab kein Zeitlimit, die Abfahrtszeit konnte frei gewählt werden - es gab also nicht den üblichen Streß und die übliche Drängelei - gute Idee!
Eine wunderschöne Strecke durchs Münsterland steht an: Über kleine Landstraßen geht es von Velen über Reken, Dülmen und Seppenrade nach Schloß Nordkirchen (Bild: Vor dem Schloß). Die Anlage wurde von Schlaun im 18. Jahrhundert erbaut - vor allem der Schloßpark lädt zu einem gemütlichen Beinevertreten ein.
Von Nordkirchen wurden wir dann zur Burg Vischering geleitet -Zeit, den Picknickkorb etwas genauer unter die Lupe zu nehmen (Bild: Picknick), Zeit zum ersten Plausch zwischen den Teams ("Heißen Hunde mit drei Köpfen Zebras oder Zerberusse?")
Anschließend dann die dritte Etappe, von Burg Vischering durch diverse Schützenfeste nach Münster zum Dekra-Gelände. Hier steht die gefürchtete Sonderprüfung an: Ein umgebauter Mini, Pedalerie links, Lenkung rechts, lenkst Du nach links, fährt das Auto nach rechts...oder so (Bild: Driving Contest).
Auf jeden Fall sollten die Zuschauer beim Start stets weit zurücktreten. Rasch noch einen Griff in den Picknickkorb, und weiter gings, den zweiten großen Abschnitt unter die Räder zu nehmen.
Uns hat dieser Teil der Strecke am besten gefallen. Eine liebevoll ausgesuchte Strecke durch die "gebirgigen" Regionen des Münsterlandes, wieder gespickt mit vielen kleinen Aufgaben. Ständig begegnete man MGs ("Warum kommen die einem bloß entgegen...besser noch mal die Karte studieren?"). Wir fuhren surch das Stevertal zum Kloster Gerleve, dann über Holtwick nach Hegerort. Hier wieder ein Stop zum Plausch - das Bauernhofcafe lud zu leckerem selbstgebackenem Apfelkuchen und frischen Kaffee ("Handgebrüht!" versicherte die Bäuerin) ein, und das Wetter spielte immer noch mit (Bild: Im Bauerncafe).
Nun die letzte Etappe von Hegerort über Gescher zurück nach Velen - geschafft!
Die zurückgelegten Strecke schwankte zwischen 200 und 350 km - Gottseidank gab es keine Kilometerbegrenzung seitens der Organisatoren...
Gegen 19.00 Uhr waren nur noch 15 Teams auf der Strecke, also konnte nach dem Faßbieranstich (Bild: Mrs. President at work) zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden (Westfälisches Buffett mit allem - die ersten überlegten bereits, ob sie ob der guten Verpflegung am nächsten Tag noch in ihre Tds passen würden).
Der Tag "klang" aus mit einer Rock n roll Band im Gewölbe der Orangerie.
Benzin reden war angesagt - und natürlich wollten viele Gäste noch mehr über die mitgebrachten MGs wissen. Hier sind bestimmt einige Neueinsteiger fürs rostigste Hobby der Welt gewonnen worden!
Die Concours-Bewertung erfolgte mit einem starken Schwerpunkt auf der Originalität der Fahrzeuge - und die Bewertungen der Jury waren somit für den Großteils des Publikums nachvollziehbar.
Klassensieger waren der MGC Tourer von Klaus Suhling (Klasse MGB/MGC) (Bild: Price giving is dangerous - Klaus S. ist überwältigt), der MGA von Wolfgang Schmutzler (Klasse MGA) und der J2 (Baujahr 1932, das älteste Fahrzeug im Feld) von Klaus Falldorf (Klasse: Vintage/Saloons/T-Modelle).
Gegen 15.00 lud der Baron spontan zu einer kleinen Führung durchs Schloß - so kam denn auch die Kultur nicht zu kurz.
Ansonsten ein Tag zum Relaxen. Auch viele, die leider nicht mehr melden konnten, nutzten den Sonntag zum Abstecher ins Münsterland. Golf, Bogenschießen, die ganze Palette des Sporthotels wurde eifrig genutzt.
Abends dann das angekündigte Gala-Diner (Bild: Einzug der Köche), der Kabarettist Stani gab Einblicke in die heiter-depressive Gefühlswelt der Münsterländer (was einige der Teams dazu veranlasste, erstmal nen westfälischen Korn zu ordern "...ach, lassen Sie die Flasche doch gleich da..." (Bild: Mit 35 war ich ein Fossil - Bekenntnisse eines Rennfahrers) die Preisverteilung für die Rallye, eine Tombola, und und und.
Die ultimative Lobhudelei: Der exzellente Service des Hotels wurde gewürdigt, das Hotel bedankte sich beim Club, die Organisatoren bedankten sich bei den Teilnehmers fürs mitmachen, die Teilnehmer ließen die Organisatoren für ihre über einjährige Arbeit (!!!!!) hochleben - auf jeden Fall wurde ganz klar, daß hier aktives Clubleben vom Feinsten stattfindet. Und von dieser Stelle auch der digitale Dank an das Organisations-Team fürs Vorbeiten und an die Teilnehmer fürs Kommen.
Tja, so ging das bis 2.30 in der Bar noch weiter (Bild: Nachtvorstellung), ein letztes Mal in die weichen Kissen des Hotelbettes sinken, zum letzten Mal beim Frühstück zusammensitzen...und dann ging es wieder heim.
Fazit? Eine hervorragende Veranstaltung, sehr gut gelungen - das zu schlagen, dürfte schwer werden. Viele alte Bekannte getroffen, viele nette neue Leute kennengelernt. Wir waren begeistert - auf der Heimfahrt haben wir uns immer gewünscht, es wäre der 21. Mai 1999, Freitagnachmittag...
See you again in Berlin 2000 - Millenium MG!
PS: Ein kleiner Wermutstropfen für den Autor: das geliebte Stammtischmaskottchen ist am Sonntag nachmittag abhanden gekommen - hat irgend jemand, Bruno, unseren Stammtischfrosch, gefunden (Bild: Bruno - verzweifelt gesucht) ? Es gibt 20 DM Belohnung! Hinweise an: Dagmar Bardelmeier, Tel. 0211 627 809.
Alle Bilder sind Eigentum von Andreas Pichler.
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