
Vordere Reihe, v.l.n.r.: Wally, Roman, Carla, Iris, Natasha, Edi, Dagmar mit
Froggy, Andreas
Hintere Reihe, v.l.n.r.: Uwe, Rita, Kurt, Juliane mit Noel, Christof, Jürgen, Markus, Susi, Wolfgang, Alexandra, Cosima (verdeckt), Michel, Christiane
Es fehlen: Anita, Christine und Stefan
Mittlerweile auf dem besten Wege zur Institution - der Krammer Run von R. (Roman, nicht Run) Krammer, seit einigen Jahren in Süddeutschland organisiert - aus Lust an der Freude für seine Freunde. Wir als Rheinländer schätzen uns glücklich, wegen eines eher zufälligen Zusammentreffens meiner werten Gattin mit dem Veranstalter anläßlich eines "Schrauberseminars" seit Anbeginn teilnehmen zu dürfen. Heuer (tja, 3 Tage Umgang mit Menschen, die ihre Sozialisation südlich des Mains erlebt haben, prägen halt!), heuer also (für diejenigen, die den oben genannten Grenzfluß noch nie Richtung Norden überquert haben: bei uns sagt man "Dieses Jahr"), nun endlich: heuer sollte der Krammer Run erstmals ins Ausland gehen - nach Italien, an den "Lago di Garda". Für uns eine harte Nuss, entscheidungsmäßig: Denn zeitgleich mit Romans Veranstaltung fand in Silverstone, England, das jährliche, weltweit größte MG Event statt. Der saukalte Winter und der miese Frühling gaben schließlich den Ausschlag:
England=Regen=Nass=Kalt Italien=Sonne=Trocken=Warm. (Das war allerdings nur ein Grund für die Entscheidung, der zweite folgt weiter unten) Als notorische Oben-Ohne-Fahrer (also, schon mit Hemd, nur halt mit ohne Dach) blieb eigentlich nur eine Wahl, wollten wir Teppiche und Sitze mal wieder trocken kriegen. Beim Stubaital-Affinen Mitarbeiter noch schnell ein paar Routentipps gezogen, hieß es dann am 21. Juni 2001 gegen 16.00 für uns: Gentleman, start your engine. Auf ging es zunächst nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir denn gegen 0.15 ins vorbestellte Quartier fielen - netterweise spendierte die Wirtin, die extra auf uns gewartet hatte, noch ein Sedativum vom Faß. Am nächsten Morgen klopfte es dann wie vereinbart um 7.30 an der Tür - es war allerdings nicht der "wake up call", sondern eine amerikanische Touristin, die sich in der Zimmertüre geirrt hatte. Wie auch immer: nach einem kräftigen Frühstück starteten wir gegen 8.45 Richtung Brennerpaß. "A gut Stund brauchts ihr scho", teilte man uns auf Anfrage mit. Als wir um 10.15 Innsbruck passiert hatten, wussten wir: Wir sind im Urlaub, die Uhren gehen anders. Bis zur Hälfte folgten wir den Serpentinen der alten Bundesstraße. Als der Zeitdruck allerdings meine Überholmanöver zunehmend optimistischer werden ließ, nahmen wir die zweite Hälfte des Weges via Brennerautobahn unter die Räder. Was mit meiner Maut alles gemacht wird, ist sehr anschaulich direkt zu Beginn der Autobahn demonstriert: Baustelle. Ob jedoch keine Maut=keine Baustelle bedeutet, sei dahingestellt... Jedenfalls waren wir pünklichst (!!!) um 11.00 (!!!!!) am vereinbarten Treffpunkt und erhielten um 11.05 einen Anruf von Roman, man sei jetzt in Garmisch, und führe nun los...%&$$**? Wir also geruhsam weiter Richtung zweiter Treffpunkt, eine "Jausenstation" im Castel Turmhof bei Enticlar ... Aber nichtsdestotrotz: Für mich war es der erste Ausflug nach Italien, und ich war sehr beeindruckt.Das wunderschöne Panorama, blühende Landshaften, das fantastische Licht - toll! Quartier in Enticlar war schon gemacht, durch Sabine und Willi Schmid-Zeller - die Quartiermeister aber noch nicht da (logisch, die Gruppe hatte ja Verspätung), und ich fiel sofort in einen tiefen, traumlosen Schlaf, aus dem mich ein freundlich-ruppiges "Seids ihr die mit dem Emjii?" weckte. Die Quartiermeister waren nun da. Und ein paar Minuten später war es soweit: Großes Hallo, das langersehnte Wiedersehen mit den liebgewonnen "Krammer Runnern" - Grund Nummer Zwo für die lange Reise. Erste Geschichten werden ausgetauscht, Michel berichtet vom Totalverlust seines Cup-Porsches - nasse Fahrbahn, schlechte Reifen - (und hat natürlich den neuen dabei, lernfähig! mit neuen Reifen), Christof Wurster zeigt stolz das kürzlich erworbene Sonderausstattungspaket seines S2000, und so geht es munter fort.
Bilderbuch 1 vom 22. Juni 2001: In der Gruppe ging es nun via Rovere della Luna nach Riva, von dort auf die Fähre nach Limone. Nach dem Übersetzen schließlich noch ein paar Meilen bis zum Abzweig nach Tremosine, und dann...whow - ein würdiger Abschluss der ersten 1.000 Kilometer, eine Art Grottenserpentinenschlucht-Tal, 3 Kilometer Tunnels, 180-Grad-Kehren, und das alles einspurig...was für ein Spaß! Und oben erwartete uns dann das wunderschöne Hotel Piccola Italia (http://www.piccola-italia.it). Eine kurze Verschnaufpause - und ein bischen Zeit, das überwältigende Panorama zu genießen! Der von Bergen eingerahmte See, die Pinienwälder, die Castellos der Anfahrt passieren nocheinmal Revue. Dann treffen wir uns zum abendlichen Dinner. Roman lässt es sich nicht nehmen, die nächste Tour anzukündigen. Scherzhaft meint er, demnächst mal was in Übersee ausprobieren zu wollen... (Scherzhaft? Eine Nachfrage bei der Hotel-Telefonistin ergab, daß DOCH einige mit ihrem Luftfracht-Spediteur zwecks Cargo eines Cabrios telefoniert haben!)
Bilderbuch 2 vom 22. Juni 2001:
Am nächsten Morgen hieß es dann: Zeitig raus aus den Federn, denn Roman hatte Großes mit uns vor. Nach ausgiebigem Frühstück wurde die Gruppe nach Lugana zu einer Weinprobe im Weingut Cai di Frati geführt. Bis auf den einen oder anderen Kontaktverlust verlief die Fahrt ohne besondere Zwischenfälle - nur Wallys alter MG versuchte, heftigst mit Susis junger Mazda anzubändeln. Die mitgeführten Dino-Pflaster halfen aber, die Spuren der etwas brachialen "Anmache" zu verbergen. Im Weingut angelangt, kam vor der Kür die Pflicht: Eine lehrreiche Führung durch die erst vor kurzem bezogene Weinkellerei, natürlich auf italienisch, aber simultan und kenntnisreich durch Markus übersetzt. Die Weinprobe hat sogar mir, als Nicht-Vinologen, gut gefallen. Am besten war der am Anfang gereichte, erfrischende Weisswein...aber ich laß mich da jetzt nicht weiter aus, daß können andere besser! Nach ausgiebiger Verkostung war es ein geschickter Schachzug, daß nun folgende Mehrgänge-Mittagsmenü nur eine knappe Fahrminute weiter in der berühmten "Trattoria Vecchia Lugana" auftischen zu lassen. Statt vieler Worte hier schlicht und ergreifend die Karte für unsere Gruppe. Bilderbuch 1 vom 23. Juni 2001:
Am Nachmittag (nicht vergessen: Wir sind in Italien, es gibt also keinen Power-Lunch, sondern Siesta!), am Nachmittag also teilte sich die Gruppe: Einige zog es zurück an den Hotel-Pool, andere besuchten den "Giardino Hruska". Ein botanischer Garten, in über 60 Jahren angelegt, und in den letzten Jahren durch die Einbindung von Haring-Skulpturen interessant verfremdet. Die Skulpturen nehmen dem Ganzen den pädogischen Zeigefinger, lassen schmunzeln und regen natürlich zu Gesprächen an! Nach der Visite fieberte bei der Heimfahrt die ganze Gruppe wieder der Auffahrt zum Hotel entgegen - wieder Whow! Nach kurzem Bade im Hotelpool hieß es dann: Dinner-Abend mit Musik. Der Anblick einer italienischen Ein-Mann-Combo ließ bei Goldene-Hochzeitstag-Veteranen einen Moment das Herz stehen - doch der Junge zeigte Humor und Talent! Schon jetzt legendär die Sangesversuche von "Cindy" Tashi & "Bert" Markus. Viele Dialoge auf der Terrasse, ein wunderschöner Abend. Wir erhielten teilweise tiefe Einblicke... Und dann, nachdem sich die letzten Überlebenenden des Gelages im Pool abgekühlt hatten (nicht ohne Ermahnung - Punkt 0.15 - durch den ehrenamtlichen Hausmeister, ein deutscher Gast aus 10.2 - Roman, gehörte das eigentlich zum Programm oder war das improvisiert?), das Highlight: Die singenden Gastronomen. Stimmgewaltig und überzeugend war Angel - und verdrängte unsere Combo schließlich noch vom Klavier. Die Combo trugs mit Fassung, das Publikum wars zufrieden, und Angel genoß des Künstlers Lohn wohlverdient. Bilderbuch 2 vom 23. Juni 2001: Natürlich entschlossen wir uns, die auf Sonntag geplante Abreise nach Montag zu verschieben - und natürlich wars ein weiser Entschluß. Der Sonntag startet mit einer Stippvisite auf der Schauderterrasse - eine hübsche Aussicht auf den Lago! Dann die geplante 5-Seen-Tour durch die westlich vom Lago gelegenen Berge. Zuweilen hatte ich den Eindruck, mir vom vielen Am-Lenkrad-Drehen einen Sehnenscheidenentzündung zugezogen zu haben...mit anderen Worten: Roadstermäßig gesehen, war die Ausfahrt Spitze! Ein hübscher Ort für ein Picknick war auch irgendwann ausgemacht, ein letztes Mal beieinandersitzen, und dann es hieß: Abschied nehmen - wir sehen uns wieder in 2002, in der Steiermark! Für uns hieß es: Nochmal ein bischen "Socializing", eine Minigolf-Partie bei Taschenlampenlicht (mit einem durch muppetoeske Kommentare von "Waldorf" Frontzek und "Statler" Pichler sichtlich mürbe gekalauerten Markus Roemisch) und Absacken (war 2 oder 3 in der Früh?) bei Krammers auf dem Balkon...zu kurz die letzte Nacht, Montag morgen dann auch für uns: Ade, bis 2002! Bilderbuch 1 vom 24. Juni 2001: Wir nahmen die Route über Brenner und Fernpaß, um dann nach 11 Stunden in Mannheim einzutreffen - genau 2032 Kilometer mehr als Donnerstag, 16.00, stehen nun auf dem Tacho. Müde fallen wir ins Bett, um 6.30 wird der Wecker klingeln und mich sonnenverbrannt und erinnerungsschwanger zum Kundentermin schicken... Wers zwischen den Zeilen überlesen haben sollte: Dagmar und ich sind schlicht begeistert - wieviel Mühen müssen in der Vorbereitung dieser tollen Tour gesteckt haben! Roman, vielen Dank für die Einladung - wir sind nächstes Jahr wieder dabei! Bilderbuch 2 vom 24. und 25. Juni 2001:
Krammer-Runs der Vorjahre:
Alle Bilder sind Eigentum von Andreas Pichler.
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