British TT |
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Assen 2001 |

Wenn das Spiel aber darin besteht, einen englischen Sportwagen in forciertem Tempo um einen Rundkurs zu treiben, setzt mit Sicherheit die Geldbörse natürliche Grenzen, dem Spieltrieb zu frönen. Jedoch bieten sich dem Interessierten ein, zwei Schlupflöcher aus dieser Misere - und eines davon ist die British Cars and Bike TT, einmal im Jahr in Assen.
Zu Assen: Die Veranstaltung findet auf dem bekannten Motorrad-Rundkurs statt. Das Innere der Strecke ist Fahrerlager und Camping-Areal zugleich. Die Nenngebühr betrug dieses Jahr 275 Gulden für 1 Auto und 2 Personen.Im Preis eingeschlossen war der Eintritt zu allen Rennen, sowie Teilnahme an mehreren Läufen auf der Strecke (Einführung, "Training", "Rennen"). Zusätzlich buchbar sind ein Fahrertraining und das bei solchen Veranstaltungen beinahe unvermeidliche Barbeque.
Natürlich ist das "Rennen" kein echtes Rennen, sondern ein "Demo-Lauf", aber wer mag, kann ausprobieren, wie schnell es über den Kurs geht. Auch eine Zeitnahme gibt es - genug also für den ambitionierten MG Driver.
Bevor wir nun unseren "Rennbericht" starten, noch ein Wort zur grundsätzlichen Organisation der Veranstaltung - einfach notwendig, um das eine oder andere später Geschriebene richtig gewichten zu können.
Der Veranstalter mietet für das TT-Wochenende die komplette Strecke inklusive aller Services, d.h. Security, Marschall, Zeitnahme, ärztliche Versorgung usw. D.h., alles, was auf der Strecke passiert und mit den Veranstaltungen verbunden ist, managt der Rennstreckenbetreiber. Einladungen, technische Abnahme, Empfang der Besucher etc., das wird durch den TT-Veranstalter besorgt.
Freitag nacht treffen wir ein und werden ohne viel Federlesens auf den Platz gelassen. Am Samstag morgen beginnt dann der "Stress": Papiere organisieren und technische Abnahme, aber eben auch kräftig Atmosphäre schnuppern. Zwischendurch noch die Clubfreunde aus Mönchengladbach begrüsst - die MG-Szene war hier wirklich zahlreich vertreten.
Dann ging es zu den ersten Veranstaltungen: Slalom und Sprint. Schon ganz schön frustrierend, wenn ein heißgemachter Frosch Kreise um den geliebten MGA fährt...
Im Fahrertraining wurde einem dann in dem zusätzlich gebuchten 2-stündigen Theorie- und Praxisseminar die Ideallinie vermittelt - eine lohnenswerte Ausgabe, zumal sich die todesmutigen Instruktoren zu einem ins Auto setzen, die Ideallinie "vorfahren" und anschließend im Auto begutachten. Das hat einiges gebracht!
Ein etwas zu beherzter Start ließ dann meinen Keilriemen erschlaffen - zum Glück hatte Clubfreund Jochen Schön Ersatz dabei, den wir dann rasch eingebaut hatten - wir wollten ja das Training nicht verpassen!
Hier traten einige organisatorische Schwächen auf, nur ungefähr die Hälfte der Fahrzeuge war mit Transpondern ausgestattet, sodaß das Zeittraining schließlich nicht für die Startaufstellung gewertet werden konnte - aber war eh nur ein "Demo"-Lauf ;-)
Abends war dann "Socializing" angesagt - zunächst ein Bier mit den Mönchengladbachern, dann das Barbecue und schließlich noch lange Gespräche mit der Veranstalterin.
Mitten in der Nacht dann aufwachen - strömender Regen, ob man da am Sonntag wirklich starten soll? Unser Lauf war für 11.00 angesetzt, gegen 10.30 wurde es trocken, wir stehen im Vorstart. Die erste hinterm Führungsfahrzeug, in der 2. Runde fangen die ersten Teilnehmer an, das Führungsfahrzeug zu überholen - darf man das denn? Wie auch immer...10 Runden lang feilen am Fahrstil, Kämpfe mit Minis, den Frosch von gestern haben wir hinter uns gelassen, der Ehrenrettung wegen ;-)
Einen riesen Spaß hats gemacht, und die Rundenzeiten waren sooo schlecht nicht.
Auf der Tribüne dann aber, mit der Stoppuhr in der Hand, haben wir nur noch gestaunt. Die besten aus unserer Gruppe (MGC GT) haben Rundenzeiten um 2.10 geschafft, und bei nasser Fahrbahn legt da ein Vorkriegs-Morgan-Threewheeler irgendwas um die 1.45 hin - Respekt, Respekt!
Den Youngtimer-Lauf haben wir dann aus der Lounge beim High Tea beobachtet - auch hier schenkte man sich nichts, vielleicht enthemmt es ja ein wenig, daß man das Rohmaterial noch hie und auf Schrottplätzen findet.
Wir halten fest: Diese Veranstaltung istauf jeden Fall eine Reise wert - wenn jemand einmal ein bischen Rennluft schnuppern möchte, auf der "heissen" Seite des Zauns, wohlgemerkt, sollte der sich Assen 2002 auf jeden Fall vormerken.
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Alle Bilder sind Eigentum von Andreas Pichler.
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